Fahrt der 5. Kompanie ins Blaue

Am 25. März 2011 war es soweit. Pünktlich um 8:15 Uhr saßen 43 gut gelaunte Frauen und Männern der 5. Kompanie des Iburger Schützenvereins im Bus und starteten ihren Ausflug ins Blaue. Dem Freizeitausschuss gelang es bis dato „dichtzuhalten“ und so wusste fast niemand außer dem Busfahrer, wo es hingeht.

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Doch schnell wurde das Geheimnis gelüftet. Als der Busfahrer die Eingabe „53° 33´ N, 8° 35´ O“ in sein Navigationssystem machte, war allen klar, dass der Weg nach Bremerhaven führt.

Die Fahrt dorthin wurde ein paar Mal unterbrochen, da einige Mitglieder große Lust verspürten, das gute Wetter auf dem einen oder anderen der zahlreichen Autobahnparkplätze zu genießen. Egal ob im Bus oder draußen, die Stimmung war super.

Als mittags schließlich Bremerhaven erreichte wurde, begann nach kurzer Stärkung auch mit dem Klimahaus schon der erste offizielle Programpunkt. Genau bei den oben genannten Koordinaten begann entlang des 8. Längengrads eine Reise um die Welt – von Bremerhaven nach Bremerhaven. Auf diesem Weg ging es durch verschiedene Klimazonen. Nach einem Bergdorf in der Schweiz folgte Sardinien. Anschließend wurden in Afrika die Länder Niger und Kamerun besucht, ehe man die antarktische Kälte zu spüren bekam. Auf Samoa wurde es dann deutlich wärmer und am Strand sitzend kamen vielfach Südseeurlaubsgefühle auf. Der weitere Weg ging über Alaska zur Hallig Langeneß, bis nach ca. zwei Stunden der Kompass schließlich wieder die Ursprungskoordinaten anzeigte. Vom ersten Highlight des Programms waren alle wirklich beeindruckt.

Danach wurde im Hotel eingecheckt. Die verschiedenen Kompaniemitglieder nutzen die nun zur Verfügung stehende Zeit recht unterschiedlich. Während manche den Wellness-Bereich des Hotels aufsuchten, überprüften andere in der benachbarten Kneipe „Old Bremerhaven“ die Qualität des dort ausgeschenkten Biers.

Um 19 Uhr fuhren dann alle gemeinsam mit dem Bus zum Treffpunkt Kaiserhafen. In dieser letzen Kneipe vor New York (so der inoffizielle Name) wurde sehr gut gegessen, getrunken und vor allem gefeiert. Natürlich hatte die 5. Kompanie mit ihren 43 Mitgliedern das Lokal sofort fest in der Hand. Das ansonsten internationale Publikum (z.B. irische Monteure, schwedische Seeleute oder amerikanische Touristen) wissen jetzt über die Bedeutung des wichtigen deutschen Wortes „Horrido“ Bescheid. So mancher wunderte sich zu fortgeschrittener Stunde über seine „fließenden“ Englischkenntnisse. Kompanieleiter Jörg Eustergerling zeigte sich jedenfalls begeistert, wie seine Kompanie so zur Völkerverständigung beitrug.

Gegen 0:30 Uhr schließlich wurde der Rückweg zum Hotel angetreten. Dass nicht jeder sofort sein Zimmer ansteuerte oder fand, mag an der guten Qualität des B

iers im „Old Bremerhaven“ oder der Hotelbar gelegen haben. Da die Nacht ohnehin durch die Umstellung der Uhr auf die MESZ verkürzt war, musste die knappe Zeit auf alle Fälle sinnvoll genutzt werden.

Nach mehr oder weniger kurzer Nachtruhe ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück weiter zum Deutschen Schifffahrtsmuseum. Gut, es mag sein, dass vielleicht nicht alle topfit waren. Möglicherweise war das der Grund, dass sich die einzelnen Mitglieder das Museum unterschiedlich intensiv anschauten. Auf alle Fälle lohnte sich auch dieser Programmpunkt rund um die Historie und Technik deutscher Schifffahrt. Zu berücksichtigen war an diesem Sonntagmorgen natürlich auch, dass es das Wetter wirklich gut mit der „Fünften“ meinte. Draußen auf der Terrasse des benachbarten Cafes zu sitzen und bei Sonnenstrahlen Heiß- oder Kaltgetränke zu genießen, war eine zusätzliche gute Programmalternative. Es heißt im Übrigen deshalb Fahrt ins Blaue, weil der Himmel genau diese Farbe an beiden Tagen zeigte. Das wurde vom Fahrtausschuss perfekt organisiert. Wie im übrigen die ganze Fahrt – da waren sich alle Teilnehmer des Ausflugs nach Bremerhaven einig.

Mittags gab der Busfahrer dann Koordinaten „52° 10′ N, 8° 3′ O“ in sein Navigationsgerät ein und ca. drei Stunden später wurde Bad Iburg wieder erreicht.

Generalversammlung der 5. Kompanie

Knapp zwei Wochen nach der Fahrt ins Blaue begrüßte Kompanieleiter Jörg Eustergerling 32 Mitglieder zur jährlichen Generalversammlung der „Fünften“ bei Fischer-Eymann. Selbstverständlich wurde an diesem Freitagabend (9. April 2011) auch von der tollen Kompaniefahrt gesprochen.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei der Generalversammlung sind natürlich immer die Wahlen. Bei der mit Spannung erwarteten (Neu-)Besetzung der Posten in der 5. Kompanie gab es folgende Ergebnisse: Jörg Eustergerling als Kompanieleiter wurde genauso wie Thomas Hartlage als stellvertretender Kassenwart einstimmig im Amt bestätigt. Nicht mehr zur Wiederwahl standen Gudrun Schlüter als Schriftführerin, Annette Brockmeyer als deren Vertreterin sowie Phillip Ernst als Großer Organisator. Jörg Eustergerling dankte den dreien ausdrücklich für ihr mit der bisherigen Funktion verbundenes Engagement. Dass der Kompanieleiter rund um die Uhr im Einsatz ist, zeigte sich im Übrigen auch bei der letzten Kompaniefahrt. Zusammen mit der Stellvertreterin Bärbel Wiemann konnten in Bremerhaven „neue“ Mitglieder der 5. Kompanie überzeugt werden, für frei werdende Vakanzen zu kandidieren. So wurden bei der Generalversammlung Thomas Buschmeyer zum Schriftführer / Pressewart und Christian Möllering als sein Stellvertreter gewählt. Sebastian Hunke bekleidet nunmehr die Position des Großen Organisators.

Barbara Klostermann und Norbert Giesen sind zwei gute Beispiele dafür, dass sich die überwiegende Mehrheit sehr wohl in der 5. Kompanie fühlt. Die beiden tun das im Übrigen schon recht lange und konnten an diesem Abend für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden.

Darüber hinaus wurde in freundschaftlicher und konstruktiver Form über weitere Belange der 5. Kompanie diskutiert und entschieden.

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